Rauhnächte 31.12.

Es ist soweit, der 365 Tag in diesem Jahr hat begonnen.

Rauhnachtsexperimente – Lest dazu gerne meine ausführliche Einleitung Rauhnacht 21.12.

9. Rauhnacht 31.12. Dieses Jahr habe ich das Gefühl, die Rauhnächte dauern schon ewig. Inzwischen denke ich, das die Auseinandersetzung mit dem eigenen Themen einige an Kraft kostet. Zumindest fühlt es sich gerade so an. Andererseits spüre ich die Rückkehr meiner Freude und Leichtigkeit. Meine Selbstverpflichtung ist spürbar und stark, daher lasse ich diese wichtige Nacht nicht aus, obwohl ich keine Lust habe. Heute morgen hatte ich das Gefühl, dass das Thema von heute, sich noch nicht zeigen will, oder ich es nicht sehen will. Das könnte wieder interessant werden. Bei meinem Spaziergang über die sonnigen Felder, gehe ich sehr langsam. Ich will alles in mich aufnehmen, spüren, lauschen. Plötzlich kommt vom rechts sehr knapp ein Reh an mir vorbei gesprungen. Ich erschrecke ein bisschen und freue mich zugleich. Es rennt in großen Sprüngen weiter in Richtung des weit hinten liegenden Waldstücks. Jetzt habe ich mein Thema für heute. Das Reh steht für die Herzkraft. Zuhause habe ich eine Trommel aus Rehaut und mit ihr werde ich heute, am letzten Tag diesen Jahres trommeln.

Später am Abend entzünde ich eine neue Räucherkohle und warte auf weitere Eingebungen, wie sich meine heutiges Rauhnachtsritual gestalten mag, Das Thema ist nach wie vor präsent, bislang keine unvorhergesehene Wendung. Ich lege Linaloeholz auf. Das Thema – Selbstliebe – leise und mit meinen Fingerspitzen beginne ich zart zu trommeln. Der Duft des Linaloeholzes hüllt mich in einen Konkon der Geborgenheit, sodass es mir leicht fällt, mich für das Ritual zu öffnen. Doch die Trommel will gar nicht bespielt werden, sie will besungen sein. Direkt am Rand der Innenseite der Trommel singe ich hinein. Meine Stimme wirkt auf magische Art verstärkt und klingt viel reiner als gewöhnlich. Zwischendurch lege ich immer wieder neues Räucherwerk auf und befinde mich in einer leichten Trance. Alles ist leicht, sanft, einhüllend und ich fühle mich sicher. Selbstliebe, mein immer wieder Thema. Heute mit dem Räucherduft und der Trommel ist es leicht. Ich erkenne dass ich lieben kann, ohne diesen Menschen um mich haben zu müssen. Menschen aus vergangenen Beziehungen, privat und geschäftlich tauchen auf. Innerlich lächle ich allen zu und bedanke mich für ihr Sein, auch wenn es schmerzhaft war. Der Schmerzen verblassen, die Freude die wir geteilt haben, bleibt. Danke aus tiefstem Herzen für diese wundervolle Erfahrung.

Aus Freude für dich – Ingeborg Helene – Namasté

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